5 Fragen, die du vor einem Website-Auftrag beantworten solltest
Die meisten Website-Projekte scheitern nicht an der Technik. Sie scheitern daran, dass die Grundlagen vorher nicht geklärt waren. Dann wird gebaut, umgebaut, wieder umgebaut — und am Ende hat niemand bekommen, was er wollte.
Diese fünf Fragen kosten dich 20 Minuten. Sie sparen dir Wochen Hin-und-Her mit deinem Dienstleister.
1. Wen willst du erreichen?
„Alle" ist keine Zielgruppe. Je konkreter du beschreiben kannst, wer auf deiner Website landen soll, desto besser kann die Struktur darauf zugeschnitten werden.
- Wie alt sind deine typischen Kunden?
- Welches Problem haben sie, wenn sie nach dir suchen?
- Kommen sie über Google, Instagram, Empfehlungen?
Ein Schreiner in Stuttgart braucht eine andere Website als ein SaaS-Startup. Klingt offensichtlich — aber 90% der Briefings enthalten diese Information nicht.
2. Was soll die Website konkret bewirken?
Eine Website kann vieles sein: Visitenkarte, Vertriebskanal, Recruiting-Tool, Wissensdatenbank. Aber sie kann nicht alles gleichzeitig gleich gut sein.
Die ehrliche Frage: Was soll ein Besucher tun, nachdem er 30 Sekunden auf deiner Seite war?
- Anrufen?
- Ein Formular ausfüllen?
- Einen Termin buchen?
- Direkt kaufen?
Wenn du das nicht in einem Satz sagen kannst, wird die Website versuchen alles zu sein — und nichts davon gut.
3. Wie viel Budget ist realistisch?
Budgetgespräche sind unangenehm. Aber sie sind notwendig. Eine Website für 2.000 Euro sieht anders aus als eine für 15.000 Euro. Beide können sinnvoll sein — für unterschiedliche Situationen.
„Das Budget bestimmt nicht die Qualität. Es bestimmt den Umfang. Eine kleine, fokussierte Website kann mehr bewirken als ein aufgeblähtes Portal."
Grobe Orientierung für KMU:
- 2–4k: Kompakte One-Pager oder Landingpages mit klarem Conversion-Ziel
- 5–10k: Vollständige Website mit 5–10 Seiten, SEO-Grundlagen, Kontaktformular
- 10–20k: Website mit Buchungssystem, CRM-Anbindung, Blog, mehrsprachig
4. Wann muss die Website live sein — und warum?
„So schnell wie möglich" ist kein Zeitplan. Gibt es einen echten Anlass? Eine Messe? Ein Rebranding? Eine Saisonöffnung?
Realistische Timelines:
- 4 Wochen: Möglich für kompakte Projekte mit klarem Scope und schnellen Freigaben
- 6–8 Wochen: Komfortabel für mittelgroße Websites inkl. Content-Erstellung
- 3+ Monate: Für komplexe Projekte mit Integrationen, Shops, oder großem Content-Volumen
Wichtig: Die Timeline hängt nicht nur vom Dienstleister ab. Wenn du 2 Wochen für Feedback brauchst, verschiebt sich alles.
5. Welche Inhalte hast du schon — und welche fehlen noch?
Content ist der häufigste Engpass in Website-Projekten. Texte, Fotos, Referenzen, Preise — irgendetwas fehlt immer.
Kläre vorher:
- Gibt es professionelle Fotos oder müssen welche gemacht werden?
- Wer schreibt die Texte? Du, dein Dienstleister, oder ein Texter?
- Sind Referenzen und Kundenstimmen vorhanden?
- Gibt es ein Logo in brauchbarer Auflösung?
Je mehr Material du vorab hast, desto schneller und günstiger wird das Projekt. Je mehr der Dienstleister erstellen oder eintreiben muss, desto teurer.
Bonus: Der schnellste Weg, das alles zu klären
Unser Website-Kompass führt dich in 5 Minuten durch genau diese Fragen — interaktiv, branchenspezifisch, ohne Registrierung. Am Ende hast du ein fertiges Briefing, mit dem jeder Dienstleister sofort arbeiten kann.
Weiterlesen
Cristoforo Marrazzo
KI-Berater & Entwickler in Stuttgart. Baut Websites, die Ergebnisse liefern statt nur gut auszusehen.